Allgemeine Geschäftsbedingungen
AGB für Webdesign-, Hosting- und Pflegeleistungen von Marius Henning.
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Leistungen, die Marius Henning, Stettiner Str. 20a, 30916 Isernhagen (nachfolgend „Auftragnehmer"), gegenüber seinen Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Auftraggeber") erbringt.
(2) Die Leistungen richten sich vorrangig an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen. Sind im Einzelfall Verbraucher (§ 13 BGB) Auftraggeber, gelten ergänzend die zwingenden gesetzlichen Verbraucherschutzvorschriften, insbesondere das Widerrufsrecht (siehe § 12).
(3) Abweichende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Auftragnehmer ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Auftragnehmer erbringt Leistungen im Bereich Webdesign, Webentwicklung, Hosting-Vermittlung und laufende Pflege von Websites. Die konkrete Leistung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung.
(2) Es bestehen zwei Vertragsmodelle:
- Abo-Modell: Bereitstellung einer Website gegen monatliche Gebühr inkl. Hosting, Domain und vereinbarter Pflegeleistungen (Tarife: Basis 49 €/Mon., Profi 89 €/Mon., Premium 149 €/Mon., jeweils zzgl. ggf. anfallender USt).
- Festpreis-Modell: Einmalige Erstellung einer Website gegen vereinbarten Festpreis. Die Tarifstaffel ist in der jeweiligen Angebotsübersicht beschrieben.
§ 3 Vorab-Website, Angebot und Vertragsschluss
(1) Auf Wunsch erstellt der Auftragnehmer vor Vertragsschluss eine kostenfreie und unverbindliche Vorab-Website. Die Vorab-Website dient ausschließlich der Beurteilung durch den Auftraggeber und begründet keinen Vergütungsanspruch — auch dann nicht, wenn der Auftraggeber sich gegen eine Beauftragung entscheidet.
(2) Eine Vorab-Website enthält keine garantierten technischen Leistungen, keine Live-Schaltung und keine produktive Nutzbarkeit.
(3) Ein Vertrag kommt erst durch ausdrückliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers (in Textform, z. B. per E-Mail) zustande. Bis zur Auftragsbestätigung sind alle Angebote freibleibend.
§ 4 Leistungsumfang und Mitwirkung
(1) Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Tarif bzw. der individuellen Auftragsbestätigung. Mündliche Nebenabreden werden nicht getroffen.
(2) Der Auftraggeber stellt rechtzeitig alle für die Leistungserbringung erforderlichen Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Zugangsdaten u. ä.) bereit und versichert, dass er zur Verwendung dieser Inhalte berechtigt ist (Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte).
(3) Verzögerungen, die durch ausstehende Mitwirkungsleistungen des Auftraggebers entstehen, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers; vereinbarte Fristen verlängern sich entsprechend.
§ 5 Vergütung und Zahlung
(1) Im Abo-Modell ist die monatliche Gebühr im Voraus fällig. Die Abrechnung erfolgt monatlich per Rechnung; Zahlungsziel beträgt 14 Tage nach Rechnungsdatum, sofern nichts anderes vereinbart ist.
(2) Im Festpreis-Modell wird in der Regel eine Anzahlung von 50 % bei Auftragsbestätigung fällig. Der Restbetrag wird mit Übergabe und Live-Schaltung der Website fällig. Abweichende Zahlungspläne können individuell vereinbart werden.
(3) Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu berechnen. Im Abo-Modell kann bei Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen die Bereitstellung der Website nach vorheriger Mahnung ausgesetzt werden.
(4) Es wird gemäß § 19 UStG keine Umsatzsteuer ausgewiesen (Kleinunternehmerregelung).
§ 6 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag im Abo-Modell hat keine Mindestlaufzeit. Er kann von beiden Seiten jederzeit zum Ende des laufenden Monats in Textform (E-Mail genügt) gekündigt werden.
(2) Im Festpreis-Modell endet der Vertrag mit vollständiger Erbringung der Leistung und Übergabe der vereinbarten Ergebnisse.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt.
(4) Mit Beendigung des Abo-Vertrags wird die im Abo bereitgestellte Website abgeschaltet. Der Auftraggeber erhält auf Wunsch und gegen Aufwandsentschädigung einen Export seiner Inhalte. Die Domain verbleibt — sofern sie auf den Auftraggeber registriert ist — bei diesem.
§ 7 Nutzungsrechte
(1) Im Festpreis-Modell erhält der Auftraggeber mit vollständiger Bezahlung ein nicht-ausschließliches, übertragbares, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den im Rahmen des Auftrags erstellten Werken, einschließlich des Quellcodes. Eine Übergabe des Quellcodes ist Bestandteil der Leistung.
(2) Im Abo-Modell erhält der Auftraggeber ein zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränktes, einfaches Nutzungsrecht an der bereitgestellten Website. Eine Übertragung der Website an Dritte oder ein Export des Quellcodes ist nur nach gesonderter Vereinbarung möglich.
(3) Vom Auftraggeber gelieferte Inhalte (Texte, Bilder, Marken) verbleiben in dessen Eigentum. Der Auftraggeber räumt dem Auftragnehmer die zur Vertragserfüllung erforderlichen Nutzungsrechte ein.
(4) Der Auftragnehmer ist berechtigt, die für den Auftraggeber erstellten Werke in seinem eigenen Portfolio (z. B. auf seiner Website oder in Pitches) zu zeigen, sofern der Auftraggeber dem nicht in Textform widerspricht.
§ 8 Hosting und Domain
(1) Hosting und Domain werden — soweit Bestandteil des gewählten Tarifs — über einen vom Auftragnehmer ausgewählten Hosting-Provider mit Serverstandort Deutschland bereitgestellt.
(2) Der Auftragnehmer haftet nicht für Ausfälle, die im Verantwortungsbereich des Hosting-Providers liegen, soweit er den Provider mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns ausgewählt hat.
(3) Domains werden nach Möglichkeit auf den Namen des Auftraggebers registriert; alternativ als Treuhand-Domain mit dokumentiertem Übertragungsanspruch.
§ 9 Mängelrechte
(1) Der Auftraggeber ist verpflichtet, die erbrachten Leistungen unverzüglich nach Bereitstellung zu prüfen und Mängel binnen 14 Tagen in Textform zu rügen. Nicht offensichtliche Mängel sind binnen 14 Tagen nach Entdeckung zu rügen.
(2) Bei berechtigten Mängelrügen erfolgt Nacherfüllung nach Wahl des Auftragnehmers durch Nachbesserung oder Neuherstellung. Schlägt die Nacherfüllung zweimal fehl, kann der Auftraggeber vom Vertrag zurücktreten oder die Vergütung mindern.
§ 10 Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet uneingeschränkt für Schäden aus Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Eine darüber hinausgehende Haftung — insbesondere für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Datenverluste, soweit diese durch zumutbare Sicherungsmaßnahmen des Auftraggebers (regelmäßige Backups) hätten vermieden werden können — ist ausgeschlossen.
(4) Die Haftungsbegrenzungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Auftragnehmers.
§ 11 Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung. Sofern im Rahmen der Leistungserbringung eine Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag des Auftraggebers stattfindet, schließen die Parteien einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.
§ 12 Widerrufsrecht für Verbraucher
Soweit der Auftraggeber Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist, steht ihm bei Fernabsatzverträgen das gesetzliche Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu. Die Widerrufsbelehrung wird in diesen Fällen separat zur Verfügung gestellt.
Hinweis: Auftraggeber, die als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB handeln (was bei den hier angesprochenen kleinen und mittelständischen Unternehmen der Regelfall ist), haben kein Widerrufsrecht.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichem Sondervermögen ist Hannover.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrags unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
(4) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform.
Stand: Mai 2026