Salm-Rosa
Frisch verlegt. Die Oberfläche schimmert kupferrot wie ein Pfennig — diese Phase dauert nur Wochen.
AuslieferungszustandVier Generationen Familienhandwerk in München-Nymphenburg. Wir decken Dächer, die ein Leben überdauern — aus Naturschiefer, Walzkupfer und Titanzink, von Hand und mit Sorgfalt.
Ein Brief von Klara Hövel, vierte Generation, an alle, die ein Dach für mehr halten als Ziegel und Latten.
Wenn mein Urgroßvater 1923 in der Pasinger Werkstatt seinen ersten Schiefer zugehauen hat, war das Versprechen einfach: ein Dach hält mindestens drei Generationen. Vier Generationen später halten wir dieses Versprechen — und es ist schwerer geworden, nicht leichter.
Schwerer, weil die Industrie billige Imitate verspricht und schnelle Termine. Leichter, weil immer mehr Bauherren spüren, dass ein Hausbau nicht in zehn Jahren amortisiert ist, sondern in achtzig. Und ein Dach, das in dreißig Jahren ausgetauscht werden muss, ist kein Dach. Es ist eine Verzögerungstaktik.
Wir arbeiten nur mit drei Materialien: Naturschiefer aus dem Mosel-Hunsrück, Walzkupfer aus Hettstedt und Titanzink mit nachweisbarem Recycling-Anteil. Keine Bitumen, keine Trapezbleche, kein Kunststein. Nicht weil wir Puristen sind, sondern weil diese drei Materialien das tun, was ein Dach tun soll: einfach da sein, ohne sich aufzudrängen, fünfzig Jahre und länger.
Wir bauen nicht viele Dächer pro Jahr. Aber jedes einzelne können Sie Ihren Enkeln zeigen.
— Klara Hövelhandgespalten · Altdeutsche Deckung
Geologische Schieferplatte aus dem Hunsrück, einzeln auf Maß zugehauen. Altdeutsche Deckung mit gerundeten Ecken — die strengste Form, die deutsches Dachhandwerk kennt.
Klassische Stehfalzdeckung in 0,7 mm. In den ersten Wochen leuchtend rotorange — innerhalb eines Jahres wandelt sich die Oberfläche durch Oxidation in tiefes Bronze.
Werkseitig auf Patina-Grün gealtert — für historische Bestände und Bauherren, die nicht zwei Jahrzehnte auf den endgültigen Farbton warten möchten. Optisch sofort wie 40-jährig.
Werksgealterte Walzqualität mit graublauer Oberfläche. Die ökonomische Wahl unter unseren drei Materialien — leichter als Kupfer, robuster als jede Beschichtung.
Frisch verlegt. Die Oberfläche schimmert kupferrot wie ein Pfennig — diese Phase dauert nur Wochen.
AuslieferungszustandKupferoxid bildet sich. Das Dach wird tief, fast schwarzbraun — viele Bauherren halten diesen Zustand für „defekt".
Reife Phase 1Beginnende Grünspan-Bildung an exponierten Stellen. Erste Hellgrün-Schleier durchbrechen das Bronze.
Reife Phase 2Vollflächige Grünspan-Patina. Schützt das Dach für weitere 80 Jahre — Beispiel: Kupferkuppeln des Berliner Doms.
EndzustandIm 80-km-Radius um München fahren wir Sturm- und Wasserschäden binnen vier Stunden an. Provisorische Eindeckung am gleichen Tag, die feste Reparatur folgt geplant.
Das ist die einzige Materialnorm, die in unserer Werkstatt zählt. Bitumenschindeln gibt es bei uns nicht — auch nicht günstig, auch nicht „auf Wunsch". Das Familienhaus von Klara Hövel ist 1956 mit Schiefer gedeckt worden, der heute noch trägt. So machen wir's auch für Sie.
Wenn wir den Aufmaß-Termin gemacht haben, steht der Preis. Was wir während der Arbeit zusätzlich entdecken — feuchte Sparren, marode Konterlattung, geplatzte Anschlussbleche — geht in unser Risiko, nicht in Ihren Geldbeutel. Außer Sie wünschen ausdrücklich eine Erweiterung des Auftrags.
Schutzgerüst, Auffangnetze, Kunststoffrutschen für Schiefer-Bruch und tägliches Abkehren des Vorplatzes gehören zur Selbstverständlichkeit. Ihre Beete und Ihr Auto sind nach unserer Baustelle in dem Zustand, in dem sie vorher waren.
Gesetzlich vorgeschrieben sind fünf, marktüblich sind zehn. Wir geben fünfundzwanzig — handschriftlich gegengezeichnet im Dachpass, der zur Hausurkunde gehört. Falls in dieser Zeit etwas an unserer Arbeit nicht hält, kommen wir auf eigene Kosten.
Gerüstbauer, Schornsteinfeger und Spezial-Vermessung dürfen extern sein — alles, was Falze, Schiefer oder Verbindungen betrifft, macht ein Hövel-Mitarbeiter. Sieben Gesellen, zwei Meister, ein Lehrling. Wir sind klein genug, dass jeder jedes Dach kennt.
Wir machen keine Reet- oder Strohdächer. Wir machen keine Trapezblech-Hallen unter 1.500 m². Wir machen keine Solar-Aufdach-Systeme — dafür empfehlen wir verlässliche Kollegen. Was wir machen, machen wir gut. Was wir nicht machen, vermitteln wir an die Richtigen.
Kein Kalender, keine Slot-Buchung. Sie schildern Ihr Anliegen, wir antworten innerhalb eines Werktags persönlich — meistens telefonisch, manchmal schriftlich.